Was ist ein Reallabor?

„Probieren geht über Studieren.“ Das ist das Motto von Reallaboren, einer Forschungsmethode, die neue, innovative Ideen im öffentlichen Raum praktisch testet.

Ziel des Reallabors

Ziel ist es das ursprüngliche Radbahn-Konzept kritisch zu überprüfen und weiterzuentwickeln sowie eine Entscheidungsgrundlage für den weiteren Bau der Radbahn-Gesamtstrecke zu erarbeiten.

Reallabor Radbahn

Ein Stadt(t)raum wird wahr

Im Jahr 2019 fügte sich die Vision der Radbahn zu einem umsetzbaren Anschlussprojekt – dem Reallabor Radbahn. Ziel ist es das ursprüngliche Radbahn-Konzept kritisch zu überprüfen und weiterzuentwickeln sowie eine Entscheidungsgrundlage für den weiteren Bau der Radbahn-Gesamtstrecke zu erarbeiten.

Nationale Projekte des Städtebaus

Hierfür bewarb sich das Projekt zusammen mit der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen um die Förderung durch das Bundesprogramm Nationale Projekte des Städtebaus. Das Programm unterstützt konzeptionelle und bauliche Projekte, die auf eine besonders hohe städtebauliche Qualität abzielen, Beteiligungsprozesse fördern und ein großes Innovationspotenzial aufweisen. Der Antrag war erfolgreich, infolgedessen finanzieren der Bund und das Land Berlin das Reallabor Radbahn bis Ende 2023.

Unsere Schwerpunkte als Reallabor Radbahn

Handskizze davon, wie das Testfeld des Reallabor Radbahn aussehen könnte. Auf dem Bild ist neben dem Radweg in Mittellage eine mobile Fsahrradwerkstatt zu sehen, an der ein mann sein Fahrrad pflegt, und außerdem ein Drive-In-Café, wo sich Fahrradfahrende mit einem Getränk versorgen, ohne vom Fahrrad absteigen zu müssen.

Bauliche Erprobung

Anhand eines Testfeldes wird Berlinerinnen und Berlinern und der Stadt Berlin das Gesamtkonzept der Radbahn in kleinem Maßstab im reellen Raum vorgestellt. Das Testfeld dient der Erprobung eines Radwegs in Mittellage (also mittig zwischen zwei Fahrbahnen) inklusive Auf- und Abfahrten sowie einer Kreuzung im fließenden städtischen Verkehr. Hier wird Straßen- und öffentlicher Raum als Gestaltungsfläche vorgestellt, um Menschen spüren und erleben zu lassen wie sich die Lebensqualität durch bauliche Veränderungen im Stadtraum verbessern würde.

Mehr zum Testfeld

Stadtplan, der in Vogelperspektive den Bereich der Radbahn vom Kottbusser Tor zum Görlitzer Bahnhof zeigt. Hier wird sich das zukünftige Testfeld verorten.

Wissenschaftliche Begleitung

Zusammen mit Raumplaner:innen und Verkehrsplaner:innen werden in verschiedenen Studien die Potenziale und Risiken hinsichtlich der Umgestaltung der unter dem Viadukt liegenden Fläche untersucht. Alle Projekterkenntnisse und -ergebnisse werden in einem Endbericht zusammengetragen, der als Kriterienkatalog dafür dienen soll, wie die weiteren neun Kilometer sowie ähnliche Projekte in anderen Kommunen realisiert werden können.

Mehr zu den Studien

Menschen sitzen auf Stufen im Gleisdreieck-Park und reden.

Öffentlicher Diskurs und Dialog

Bürger:innenbeteiligung ist – zusammen mit Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit – ein wesentlicher Bestandteil von Reallabor Radbahn. Die Idee des Miteinander-Stadt-Machens bestimmt das Vorgehen des Projekts. Durch Werkstattformate, Veranstaltungen und laufende Gesprächsangebote erschafft das Reallabor Radbahn einen zugänglichen Stadtraum, der von der Gemeinschaft inspiriert und kultiviert wird, die diesen nutzt.

Mehr zum Thema Partizipation

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