Wo entsteht das Testfeld?

Das Testfeld spannt sich im Berliner Bezirk Kreuzberg zwischen dem Kottbusser Tor und dem Görlitzer Bahnhof auf.

Wann eröffnet das Testfeld?

Im Spätsommer 2022 wird ein Befahren der Strecke möglich sein.

Testfeld

Die Radbahn im Realitätscheck

Zwischen dem Görlitzer Bahnhof und dem Kottbusser Tor kommt das Reallabor auf die Straße und beweist sich in einem Realitätscheck.

Unter und entlang des Hochbahnviaduktes entsteht hier in enger Zusammenarbeit mit dem Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg ein zunächst etwa 200 Meter langes Testfeld, das durch die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz zur gleichen Zeit um weitere 300 Meter verlängert wird. Damit kann das Radfahren in Mittellage nicht nur über den Kreuzungspunkt Skalitzer Straße/Mariannenstraße, sondern auch ab den Auf- und Abfahrten am Görlitzer Bahnhof und dem Kottbusser Tor geprüft werden.

Zeitstrahl bis zur Umsetzung im Spätsommer 2022

Die Recherche- und Planungsphase zum Testfeld läuft bis Ende 2021 auf Hochtouren. Ebenso fließen die Ergebnisse der Potenzial- und Risikoanalyse sowie der technischen Machbarkeitsuntersuchung in die Planung ein. Die bauliche Umsetzung soll ab dem Frühjahr 2022 starten, das erste Befahren im Spätsommer 2022 möglich sein.

Wir verstehen das Testfeld als partizipativen Erlebnisraum

Skizze, die aufzeigt wie der Raum unter dem Viadukt aussehen könnte: Sitzgelegenheiten am Rand sowie Pflanzenkübel mit Grün.

Wie kann ein Fahrradpark aussehen?

Auf dem Testfeld soll sichtbar, erlebbar, erfahrbar werden, wie der Raum unter und entlang des Hochbahn-Viaduktes als Radpark aussehen und nutzbar sein kann. Hier können Gestaltungs- und Nutzungsvorschläge aus den Beteiligungsformaten ausprobiert, verändert und bewertet werden.

Skizze, die aufzeigt wie der Raum unter dem Viadukt aussehen könnte: Sitzgelegenheiten am Rand sowie Pflanzenkübel mit Grün.

Was kommt an, was eher nicht?

Die Idee ist weniger eine fertige 100%-Lösung an einem bestimmten Tag zu präsentieren, sondern viel eher, eine dynamisch bespielbare Fläche als Mitgestaltungsraum zu öffnen. Dieser kann sich im Laufe der Testmonate (Herbst 2022 -Frühjahr 2023) entsprechend der Rückmeldungen und neuer Erkenntnisse auch verändern und entwickeln. Durch eine begleitende Evaluation dieser Testphase soll im Ergebnis eine technische und planerische Entscheidungsgrundlage inkl. eines Kriterienkatalogs für die Planung und den Bau der Gesamtstrecke sowie vergleichbarer Projekte erarbeitet werden.

Skizze, die aufzeigt wie der Raum unter dem Viadukt aussehen könnte. Der Radweg ist grün eingefärbt und Haltebuchten und Abbiegesituationen werden sikkizert.

Was wird getestet?

Neben der verkehrstechnischen Umsetzung des Radweges in Mittellage sollen auch bauliche, technische und gestalterische Lösungsvorschläge erprobt werden. Themen sind beispielsweise Barrierefreiheit im öffentlichen Raum, Schaffung von Aufenthaltsqualität, Pflanz- und Tierkonzepte im Stadtraum, Umgang mit dem denkmalgeschützten Viadukt oder auch das Abfall- und Wartungsmanagement im öffentlichen Stadtraum. Darüber hinaus sollen beispielsweise verschiedene Bodenbeläge, Arten der Beleuchtung, Signaltechnik, Fahrradleitsysteme, Randbepflanzungen, Stadtmobiliar und Fahrradinfrastrukturen wie Aufstellflächen und Servicestationen getestet werden.

Diese Fragestellungen sind unsere Grundlage

  • Wie kann man auf den Radweg in Mittellage auf- und abfahren? Wie können Querungen von der Mittellage zum Seitenbereich realisiert werden?
  • Wie kann man die Kreuzung sicher und in möglichst viele Richtungen überqueren?
  • Welche verkehrstechnischen Auswirkungen hat dies für den gesamten Kreuzungs- und begleitenden Verkehr?
  • Welche Sichtbeziehungen und Geschwindigkeiten für die Verkehrsteilnehmer:innen lassen die baulichen Gegebenheiten zu?
  • Was sind mögliche Konfliktsituationen zwischen Radfahrer:nnen und anderen Verkehrsteilnehmer:innen?
  • Wie kann eine maximale objektive Sicherheit erzielt werden?
  • Wie ist das subjektive Sicherheitsempfinden beim Befahren der Strecke?
  • Wie hoch ist dabei das Wohlbefinden bzw. das Stressempfinden?
  • Wie wird die Strecke von Nutzer:innen angenommen und wie unterscheiden sich Nutzungsverhalten?
Blick vom Straßenrand oder Gehweg auf die Hochbahn. Eine BVG-Ubahn fährt darauf, währen unten drunter 3 Fahrradfahrer ihren Weg zurücklegen.

Blick in die Zukunft

Besonders herausfordernd in der Planung ist die Fragestellung, wie dieser bisher eher unattraktive Raum so gestaltet werden kann, dass er auch mittel- und langfristig angenommen wird und zukunftsfähig bleibt.

Wie muss der Raum unter dem Viadukt gestaltet sein, damit er Möglichkeiten für prozessuale Veränderungen und ggf. unterschiedliche Nutzungsgruppen zulässt? Nach Möglichkeit und in Abstimmung mit dem Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg werden wir die Testphase deshalb auch dafür nutzen, verschiedene stadträumliche und verkehrliche Situationen zu erproben.

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