Radbahn.

Radbahn

ist ein bürgerschaftlich initiiertes Transformationsprojekt, das den bisher verwaisten Ort unter dem denkmalgeschützten Hochbahn-Viadukt der Berliner U-Bahn-Linie U1 in einen qualitativ hochwertigen Stadtraum mit überdachtem Radweg verwandeln möchte. Im Rahmen des Bundesprogramms „Nationale Projekte des Städtebaus“ soll das Projekt bis 2023 konzeptionell weiterentwickelt werden und ein partizipatives Testfeld im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg entstehen. Das Projekt wird mit 3,3 Mio. Euro vom Bund und Land Berlin in den Jahren 2019-2023 gefördert.

Berlin erlebt derzeit einen Aufschwung des Radverkehrs. Daraus ergeben sich viele Chancen und Gestaltungsmöglichkeiten, die neue Aushandlungsprozesse in der Stadtgesellschaft erfordern. Unsere Idee stützt sich auf einen bewussten Umgang mit bestehenden Stadträumen und -ressourcen und den Ansatz, Verkehrsräume sozial und multifunktional zu denken. Radbahn hat breiten Rückhalt in Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft in Berlin. Sie wurde medial – national wie international – viel diskutiert und mehrfach ausgezeichnet. Mit dem Anschlussprojekt Reallabor Radbahn werden wir unsere Ideen für die lebenswerte Stadt der Zukunft in Berlin realisieren und ein internationales Leuchtturmprojekt für das Radfahren und nachhaltige urbane Räume entwerfen.

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Im Schutze der Hochbahn

Das Bedürfnis, ein Dach über dem Kopf zu haben, ist dem Menschen ureigen – ein Dach bedeutet Schutz, Geborgenheit und Heimat. In der Mitte, im Licht, immer sichtbar, ist die Radbahn allerdings kein privater Rückzugsort, sondern eine Bühne für alle. Ein Ort der Begegnung, der Interaktion, des Sozialen.
Der Raum unter der Hochbahn ist wertvoll und soll vielen Menschen zugute kommen.

Am Halleschen Ufer, 1928 Staatsarchiv Freiburg W 134 > Nr. 000615 / Fotograf: Willy Pragher

Eine Reise vom Zoo bis zur Oberbaumbrücke

Die Radbahn verläuft mitten durch eine Stadt, die sich in ständigem Umbruch befindet. So ist es logisch, dass sich etliche stadträumliche Qualitäten links und rechts der Strecke finden lassen: Orte des täglichen Chaos und Orte der Ruhe und Entschleunigung, Orte der räumlichen Enge und solche, die großzügig angelegt sind, Orte aus Beton oder idyllische Stadtnatur.

Mit dem Radbahn-Konzept nehmen wir diese Qualitäten auf und übertragen sie auf die Zukunft. In sieben Abschnitten zeigen und formulieren wir, was wir für unsere Stadt und ihre Bewohner als wünschenswert erachten. Es ist eine Vision, in der sehr viel Liebe für die einzelnen Orte steckt. Wir glauben, dass die Radbahn mithelfen kann, eine positive Entwicklung dieser angrenzenden Stadträume zu fördern.

Radbahn ist eben nicht eine Autobahn für Radfahrer, sondern eine Reise entlang und unter Berlins erster U-Bahnstrecke. Wir rasen nicht im Stress der Großstadt, sondern fahren entspannt und schauen uns um…

Losfahren!